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Unser Recap zum SEO-DAY 2017

Schon eine Woche liegt der SEO-DAY 2017 wieder zurück. Wir waren natürlich, wie im letzten Jahr, auch dabei und es wird höchste Zeit für unseren Recap. Die Woche Abstand zum Event hat aber auch etwas Gutes: Wir konnten die Flut an geballtem SEO-Wissen verdauen und präsentieren euch nun die „Golden Nuggets“ des SEO DAYs, die uns noch immer im Kopf geblieben sind.

11 konkret umsetzbare SEO-Tipps: Für jeden was dabei!

Tobias Fox hat gehalten, was der Titel seiner Präsentation versprochen hat. Das war für mich dabei:

  • Mit Screaming Frog, Excel, Gephi, etwas Zeit und ein bisschen Hirnschmalz könnt ihr euren internen Linkgraphen visualisieren und bei SEO-Kollegen für feuchte Augen sorgen.
  • Influencer Recherche auf Xing.com geht ganz einfach mit Google und dem Sitebefehl auf Profilverzeichnis-Ebene.

Fragen an John Mueller

Wenn sich SEOs zwischen den Gängen der Sitzreihen drängen und gespannt lauschen, steht wahrscheinlich Googles Webmaster Trends Analyst John Mueller auf der Bühne. Er beantwortete die Top SEO-Fragen aus dem Publikum.

  • Optimieren mit dem Google Tag Manager: On-Page SEO mit dem GTM funktioniert durchaus. Jedoch wird immer erst die HTML-Variante einer Seite indexiert, bevor es zum Rendering kommt. Dadurch könnte beispielsweise ein nachträglich eingefügtes Noindex Tag verpasst werden.
  • Neue Google Search Console: Die neue GSC befindet sich noch in der Entwicklung und wird weiterhin getestet.
  • Prüfung von Mobile-Friendliness: Google benötigt Zugang zu CSS Dateien! Daher sollte man sie nicht in der Robots.txt sperren.
  • Google ignoriert eure Canonicals? Das kann daran liegen, dass der interne Linkgraph die kanonisierten Seiten als die wichtigeren priorisiert.
  • Versteckte Inhalte: Hidden Content wird an sich nicht bestraft, aber auch nicht so gewertet wie normal sichtbarer Content. Mit mobile first „zählt er nachher schon“.
  • Pagespeed: „Millisekunden Optimierung muss nicht sein“. Mutige – oder eher langsamere – gerne vor 😉
  • Und welchen Vorteil hätte John, würde er morgen eine SEO-Agentur eröffnen? Auch wenn er einige technische Dinge vielleicht besser umsetzen könnte, würde ihm das keine Platz 1-Rankings garantieren.

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Mikroprozesse im SEO

Jens Fauldrath zeigt, dass SEOs nicht nur Webseiten optimieren müssen, um wirklich erfolgreich zu sein. Die Optimierung von Mikroprozessen ist eine Chance sich mehr Zeit zu verschaffen, indem man repetitive Prozesse geschickt teilautomatisiert.

  • Ungesehene Schritte zurück vermeiden: SEO Technik Monitoring hilft. „SEO Alerting“ heißt das Zauberwort. Sind meine Landing Pages indexierbar? Sind meine Paginationen auf Noindex? Wer solche Fälle noch nicht erlebt hat, wird als SEO irgendwann in den Genuss kommen.
  • Vergleich von Screaming Frog Crawls einer Domain: Hat sich die URL-Anzahl geändert? Gibt es neue non-200er Statuscode-URLs? Der Crawlvergleich lässt sich sogar automatisieren: Jens nutzt dafür die statistische Programmiersprache R.
  • Mit R lässt sich eine ganze Reihe interessanter, SEO-relevanter Delta-Vergleiche anstellen. Das Scraping von GSC-Daten ist damit auch kein Problem.

Next Level technical SEO

Dominik Wojcik gab uns einen interessanten Ausblick auf das aktuelle sowie zukünftige technical SEO. Hier ein paar der Kandidaten, die schon bald zum Arsenal eines jeden SEOs gehören könnten.

  • Progressive Web Applications, kurz PWAs, lassen die Grenze zwischen Website und App verschwimmen. Basierend auf HTML5, CSS3 und JS können Webseiten in ihren mobilen Ansichten wie klassische Apps auftreten. Ein Träumchen für die Conversion Rate. Achso, natürlich geht eine PWA nur, wenn ihr bereits auf HTTPS unterwegs seid. 😊
  • Mit welchen JS-Frameworks kann Google eigentlich am besten? Aktuell zumindest nicht mit dem hauseigenen Angular. Am besten funktioniert das Facebook JS Framework React mit Google. JS Rendering wird ein großes Thema – serverside Rendering damit auch. Prerender.io oder Rendertron seien hier genannt.
  • Flif ist ein noch effizienteres Bildformat als WebP und das ohne Qualitätsverlust. Warum auch nicht? Noch unterstützen es allerdings nicht alle Browser.

Der Ausblickt zeigt, dass sich auch in Zukunft kaum etwas daran ändern wird, dass SEOs zunehmend einen technischen Background brauchen. Nach so vielen präzisen Vorträgen gab es noch eine ganz unkonventionelle Schätzung zum SEO in 15 Jahren von Dominik: Wie wäre es mit SEO-Optimierungen im VR Web? Wenn es passiert, sind wir sicherlich mittendrin.

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Welcome to a new world: Crawling, Indexing & Ranking im Zeitalter von mobile first

Bastian Grimm beschäftigte sich mit den Bedingungen der unmittelbaren Zukunft, die der SEO-Welt durch Googles ambitionierte „mobile first“ Pläne drohen. Entsprechend gut besucht war Bastians Vortrag, welcher nochmal zusammenfasste, was wir eigentlich wissen und was uns mit M1 erwartet.

  • Wir wissen, dass Google es selbst nicht so genau weiß. M1 wurde im November 2016 angekündigt und soll global ausgerollt werden. Auf der SMX Advanced 2017 erklärte Gary Illyes, dass ein vollständiger M1-Index aber vier bis fünf Jahre dauern kann.
  • Technisch soll es so ablaufen, dass mit mobilem User Agent gecrawlt wird. Auch eure Desktop-Version.
  • Es wird nur einen Index geben.
  • Hidden Content wird auf mobilen Seiten nicht mehr entwertet und eure Rankings basieren auf dem, was ihr für mobil ausspielt.

Für alle mit Hands-on Mentalität hatte Bastian noch zehn konkrete Tipps im Gepäck. Hier ein Auszug:

  • Prüft euer mobiles Setup: Blockiert kein CSS & JS, wenn ihr responsive Webdesign nutzt. Ihr nutzt eine m.-Subdomain? Dann checkt die Canonicals und leitet die User Agents per 301-Redirects auf die richtige Version.
  • Schaut euch alle GSC Reports zur mobile Usability an. Fetch & Render Tests nicht vergessen.
  • Crawlt eure Seite mit mobilen User Agents. Screaming Frog ermöglicht euch, dies auch mit JS Rendering zu tun.
  • Mein Lieblings-Tipp ist der letzte: Don’t f*cking panic!

seo day 2017, Bastian Grimm, mobile first

Bastian’s Slides inklusive der Tipps für alle, die mobile-first-sicher werden wollen, gibt es auch auf Slideshare.

 

Es war eine tolle Veranstaltung, auf der wir wieder viel Neues gelernt haben. Wir freuen uns schon auf das nächste Event 2018!

Ein paar Recaps der Kollegen haben wir hier für euch zusammengestellt:

Author bio:

Kai ist seit 2011 im SEO und seit November 2016 bei Peak Ace. Er hat Wirtschaftswissenschaften in Gießen studiert und war schon während der Studienzeit fleißig im Netz am Werkeln. Seitdem macht er auch Youtube unsicher.

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