Bing Day Berlin 2017, Microsoft, Peak Ace, SEA, Konferenz, Suchmaschinenmarketing, PPC, Bing Search, Bing Growth Story, Bing Unique Audience, Bing Ads Product Roadmap, Power BI, Bing Ads, IntelliAd Research

Recap: So war es beim Bing Day Berlin 2017

Microsoft veranstaltete vergangene Woche den jährlichen Bing Day Berlin 2017. Natürlich wollten wir uns das nicht entgehen lassen! Wie tickt der typische Bing-Nutzer? Welche neuen Produkte können wir von Bing erwarten? Wie sollen Marketer sich auf die Zukunft vorbereiten? Das alles erfahrt ihr hier!

René Niessen legte los und erzählte von der Bing Growth Story. Tatsächlich konnte Bing Ads in Deutschland kräftig zulegen und hatte im Januar 2017 bereits einen Marktanteil von knapp 13 Prozent. Im Vergleich zu den knapp unter 8 Prozent des Vorjahres ein beachtlicher Anstieg! Neben dem starken Wachstum von Windows 10, inkl. Microsoft Edge als Standardbrowser, tragen auch die Siri-Integration, Spotlight-Suche, Amazon Kindle, Alexa und Cortana zur Popularität von Bing bei. Dies bietet uns als Agentur, bzw. schlussendlich unseren Kunden, einen immer größeren Anreiz diesen Kanal zu nutzen.

Weiter ging es mit Thom Arkestaal und einem Vortrag zur Bing Unique Audience. Er identifizierte das Thema „Audience“ neben Internet of Things, Bots und Voice-Search als „the next big thing“. Außerdem erfuhren wir interessante Insights zur Demografie und zum Nutzungsverhalten des typischen Bing Users. Demzufolge ist dieser meist über 35 Jahre alt, hat einen guten Bildungsabschluss und verdient auch gar nicht so schlecht. Das Gute daran? Bing Nutzer geben durchschnittlich 23 Prozent mehr Geld aus. Dabei wird ein knappes Drittel der Suchanfragen mobil getätigt, klickfreudiger sind im Vergleich aber weiterhin die Desktop-Nutzer. Tablets sind besonders bei älteren Usern (50+) beliebt, während die mobile Nutzung relativ unabhängig vom Alter ist. Natürlich ist jegliche Nutzung auch immer von der Tageszeit und dem Wochentag abhängig. Was die Positionen angeht, ist es wenig verwunderlich, dass auch bei Bing die Pos. 1 unangefochtener Sieger ist, was die CTR angeht. Tatsächlich lassen sich laut Thom Arkenstaal mit nur 5 Prozent höheren CPCs, um auf Platz 1 zu sein, 120 Prozent höhere CTRs erzielen. Als letzten Tipp gab er den Hinweis „the more the better“, was die Verwendung aller verfügbaren Ad-Extensions angeht. So steigert sich die CTR um 175 Prozent, wenn man seine Anzeigen mit den enhanced Sitelinks ergänzt.

Es folgte die heiß ersehnte Bing Ads Product Roadmap von Speaker Nitin Hedge. Er stellte in aller Kürze einige Verbesserungen, Neuerungen und Pilots vor, was Kampagnenmanagement, Audiences, Ad Gestaltung und Shopping angeht.

Kampagnenmanagement:

  • Device Targeting
  • Auto Bidding
  • Scheduled Google Imports
  • Single Login Experience für Agenturen
  • Shared Budgets
  • Labels
  • Multi Language Targeting

Audiences:

  • Enhanced Universal Event Tracking and Remarketing
  • In-Market Audiences, Similar Audiences, Custom Audiences

Anzeigen:

  • ETAs
  • Upgraded Sitelinks
  • Dynamic Search Ads
  • Neue Extensions: Multi Image Extensions, Action Extensions, Filter Extensions
  • Ad Extensions Scheduling

Shopping:

  • Verbesserung der Reporte
  • Feed Improvement (z. B. stündliche Preisupdates)
  • Neue Kennzeichnungen für Retailer: „weekly specials“
  • Local Inventory Ads

Große Produktinnovationen ließen leider auf sich warten, Bing bleibt fürs Erste wohl weiterhin damit beschäftigt, mit Google aufzuschließen.

Es folgte Bing Ads Hands-On: Practical Session mit Power BI von Verena Zuschnig und Peter Reinisch. Sie erstellten einige simple Auswertungen im Power BI und zeigten, wie man mit Hilfe des Analysetools von Microsoft Datensätze mit wenigen Klicks visualisieren kann.

Nach der Kaffeepause lieferte Andrea Engelmayer in The Efficiency of Bing Ads in SEM: IntelliAd Research nochmals Input zum Nutzerverhalten. So sind die Conversions über Smartphone zwischen ein und sechs Uhr morgens um 91 Prozent höher. Second Screen führt zwischen acht und elf Uhr abends zu 50 Prozent mehr mobilem Shopping-Traffic. Sie wies ebenfalls noch einmal auf die Cross-Device-Thematik hin: Trotz steigendem mobilen Traffic finden drei von vier Käufen auf Desktop statt.

Im letzten Vortrag The Future of Search machte James Murray auf die zukünftigen Herausforderungen der Suche aufmerksam. Neben neuen Such-Technologien, wie intelligenter Sprachsuche, müssen die Steps für den Suchenden vereinfacht werden. Digitale Assistenten wie Cortana sollen Nutzern in Zukunft verstärkt Antworten liefern, bevor diese sie überhaupt suchen.

Ab 2020 wird die Hälfte aller Suchanfragen als Sprachanfrage erwartet. Dies bedeutet für uns Marketer, dass wir zukünftig mehr natürliche Sprache mit Präpositionen und Fragewörtern einbuchen sollten und zweifelsohne auch mehr mit Broad Match arbeiten müssen, um den kommenden, neuen Anforderungen gerecht zu werden.

Die Road Map war etwas ernüchternd und teilweise haben klare zeitliche Informationen gefehlt, was tatsächlich wann live geht. Das könnte man beim nächsten Mal noch verbessern. Alles in allem war es ein gut organisiertes Event, es hat Spaß gemacht!

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.