Performance Content Marketing Trends 2017

Content Marketing Trends 2017: Ein Rück- und Ausblick

Das Jahr 2018 ist bereits in vollem Gange und liegt mit unzähligen neuen Content Möglichkeiten vor uns. Zeit also, 2017 noch einmal schnell Revue passieren zu lassen und einen kleinen Blick in die Zukunft zu werfen. Was hat sich letztes Jahr getan im Content Marketing? Welche Trends haben uns 2017 begleitet und welche verlassen? Und werden wir 2018 eigentlich alle durch KI ersetzt?

Take some Action – Interaktive Content-Formate aktivieren den User

Content, der begeistert? Das war im Jahr 2017 unserer Erfahrung nach am besten mit interaktiven Inhalten zu erreichen. Ob klickbare Diagramme, Kalkulatoren oder interaktive Karten – Hauptsache der User hat die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Denn: Der Mensch lernt und versteht Dinge leichter, wenn er sie selbst anwenden kann. Darüber hinaus vermitteln interaktive Inhalte Informationen oft übersichtlicher und gezielter. Ein anschauliches Beispiel stellt die Sonnenfinsternis-Karte der Washington Post dar: Anstatt in einem unübersichtlichen Beitragstext darzustellen, wann und wo die nächste Sonnenfinsternis stattfindet, hat der Nutzer die Möglichkeit, einen Erdball rotieren zu lassen und den genauen Verlauf der jeweiligen Eklipse nachzuvollziehen sowie herauszufinden, wo sich der Mond das nächste Mal vor die Sonne schiebt. Deutlich spannender, oder?!

Interaktiver Content

Aktiviert den User: Wann und wo gibt es die nächste Sonnenfinsternis?
Quelle: Washington Post

Gern gesehener Nebeneffekt von interaktiven Inhalten: Hat der Nutzer etwas zu entdecken, erhöht sich die Verweildauer auf der Seite von ganz allein – und erfüllt somit praktischer Weise einen der wichtigsten Faktoren für ein gutes Ranking in den SERPs. Nicht ohne Grund gibt SEMRush die Verweildauer des Users als zweitwichtigsten Rankingfaktor in der organischen Google-Suche an.
Für das Seeding interaktiver Inhalte bietet sich die optionale Einbindung über einen Embed Code an. Über diesen können Targetseiten die Inhalte ganz einfach und ohne großen Aufwand bei sich einbetten und so auch selbst von den interaktiven Formaten profitieren.

Interaktiver Content: Erasmus Karte

Interaktive Inhalte erhöhen die Verweildauer des Users 
Quelle: Get Your Guide / Peak Ace

2017 ist Geschichte – Storytelling

Neurowissenschaftliche Studien zeigen, dass es dem menschlichen Gehirn leichter fällt, Informationen zu speichern, wenn diese mit einer Geschichte verknüpft sind. Daher ist das Storytelling eine weitere Möglichkeit, bei seiner Zielgruppe im Gedächtnis zu bleiben. Anstatt Informationen einfach nur abzubilden, werden sie dabei in Form einer Geschichte erzählt und mit Emotionen aufgeladen.
Bestenfalls kann sich die Zielgruppe beim Storytelling mit einem Protagonisten identifizieren. Sie durchlebt und überwindet mit diesem eine Herausforderung, an deren Ende ein Höhepunkt und eine (gemeinsame) Entwicklung steht. Je emotionaler eine Geschichte erzählt wird und je mehr der Rezipient sich mit dieser identifizieren kann, desto besser werden die darin enthaltenen Informationen im Gedächtnis verankert.
Ein besonders geeignetes Format für das Storytelling ist das Bewegtbild. Gerade in den sozialen Netzen waren 2017 unzählige Videos und GIFs viel und gern geteilte Inhalte, bei denen gut erzählte Stories viral gingen. Bestes Beispiel: die jährlichen Weihnachtswerbeclips diverser Unternehmen, allen voran die der Supermarktkette Edeka. Auch in diesem Jahr erreichte der Lebensmittelhändler zahlreiche YouTube Aufrufe mit seinem Blick in die Zukunft 2117.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=aknucxb0xSo&w=560&h=315]

 

Storytelling mit Herz: Edeka setzt im Weihnachtsclip auf große Gefühle
Quelle: YouTube – Edeka Werbespot Weihnachten 2017

Mobile first, desktop second

Eine Content-Kampagne kann noch so toll sein, wenn sie dem User nicht ordentlich angezeigt wird, dann hat sie schon verloren. Und der User hat 2017 Inhalte größtenteils über das Smartphone konsumiert. Ob beim Warten auf den Bus, in der Mittagspause oder einfach zwischendurch – fast 80 Prozent der Deutschen nutzten 2017 ein Smartphone für die Kommunikation, die Aufnahme und Verbreitung von Fotos sowie zur Informationsrecherche oder Unterhaltung via Internet. Google erhielt 2017 mehr Suchanfragen über mobile Endgeräte als über herkömmliche PCs. Wer also 2017 erfolgreiche Content-Kampagnen umsetzen wollte, musste darauf achten, dass Inhalte mobile friendly und responsive umgesetzt wurden.

mobile friendly content
Erfolgreiche Content Marketing Kampagnen müssen auf verschiedenen Endgeräten abrufbar sein
Quelle: Cyclotest / Peak Ace

Spätestens 2018 gibt es aufgrund von Mobile First Indexing kein Vorbei mehr an mobile friendly content. Zusammengefasst geht es beim Mobile First Indexing darum, dass Google Cross Device kompatiblen Content vorziehen wird und so organisiert, dass er von vielen verschiedenen Geräten möglichst einfach abgefragt und angezeigt werden kann. Google prüft also nicht mehr, ob es zu der Desktop-Version einer Seite oder eines Contents auch eine Mobile-Version gibt, sondern umgekehrt, ob zu der Mobile-Version auch eine Desktop-Variante existiert. Bastian Grimm, Gründer von Peak Ace sowie SEO und Content Marketing Experte, erklärt in seiner Präsentation „Welcome to a New Reality“ wie man sich umfassend auf diese Umstellung vorbereiten sollte.

Auf gute Zusammenarbeit: Influencer Kooperationen

Influencer verbreiten Inhalte über verschiedene Kanäle an relevante Zielgruppen, bei denen sie hohe Anerkennung genießen und hierdurch zu einem positiven Markenimage beitragen. Daher hat sich die Zusammenarbeit mit Influencern 2017 zu einem oft erfolgsfördernden Bestandteil von Content-Marketing-Kampagnen entwickelt. Da Influencer ihre Community gut kennen und wissen, was diese interessiert und was nicht, können sie bereits im Prozess der Ideenfindung für relevante Content-Kampagnen zu Rate gezogen werden. Werden sie selbst als Experten in die Kampagne eingebunden, profitiert diese von der Popularität des Influencers und erhält zusätzliche Glaubwürdigkeit. Und auch beim anschließenden Seeding einer Kampagne wirken Influencer als Meinungsbilder und Multiplikatoren: Teilen sie eine Kampagne mit ihrer Community, erreicht diese eine große und vor allem relevante Zielgruppe.

Nur wenn Unternehmen ihre Zielgruppe auf Instagram kennen und verstehen, kann sichergestellt werden, dass Kampagnen mit Influencern erfolgreich sind. Es werden immer größere Budgets in Kampagnen auf Instagram investiert, da eine Vielzahl an Unternehmen mittlerweile die Wichtigkeit von Influencer Marketing erkannt hat. So gewinnen neben qualitativen Metriken wie hochwertigem Content oder hohen Interaktionsraten vermehrt auch quantitative Metriken an Bedeutung, um Budgets skalierbar und erfolgsorientiert einzusetzen.

Robert Levenhagen (CEO und Gründer von Influencer.db)

Virtual Reality (noch) nicht in der Realität angekommen

Die Themen Augmented und Virtual Reality haben 2017 einen ersten Dämpfer erhalten. Nach dem Hype um Pokémon Go und die Playstation VR wurden derartigen Formaten große Zukunftsaussichten prognostiziert – an der Umsetzung hakte es bislang jedoch. Insbesondere die Verbreitung von VR-Brillen blieb 2017 hinter den Erwartungen zurück. Einer Deloitte Studie zufolge konnte der Verbreitungsgrad 2017 nur eine Steigerung um einen Prozentpunkt (von zwei auf drei Prozent) erreichen. Mit dem Sinken der Preise für die entsprechende Hardware könnte 2018 jedoch wieder Schwung in die Branche kommen und sollte daher auf jeden Fall im Hinterkopf behalten werden.

Prognose: Diese Content Marketing-Trends kommen 2018 auf uns zu

Auch 2018 wird Content nicht nur für Suchmaschinen erstellt, sondern ebenfalls für denjenigen, für den er ursprünglich einmal gedacht war – den User. Holistischer Content anstelle von Textwüsten, datengetriebene Inhalte mit neuen Erkenntnissen und tatsächlichem Mehrwert für den Rezipienten, das sind Content-Strategien, die im nächsten Jahr erfolgreich im Wettbewerb um die hart umkämpfte Aufmerksamkeit des Users bestehen können.
Artificial Intelligence (AI), zu deutsch künstliche Intelligenz (KI), lässt Sprachassistenten immer smarter werden – und verändert so auf lange Sicht das Suchanfrageverhalten der User. Mit Amazons Alexa und Googles Home bekommt Apples Siri nun erstzunehmende Konkurrenz. Vielleicht gilt bei der Content-Erstellung also demnächst nicht mehr „Mobile first“ sondern „Voice first“. Wer mehr über die Rolle, die digitale Assistenten in einer modernen Marketing Strategie spielen werden, erfahren möchte, der wird in Bastian Grimms Präsentation von der OMX 2017 garantiert fündig.

KI im Content Marketing
Künstliche Intelligenz: Sind 2018 maschinell erstellte Inhalte im Content Marketing an der Tagesordnung?
Photo by Samuel Zeller on Unsplash

Doch auch hinsichtlich der Content-Erstellung wird KI 2018 eine wichtige Rolle spielen. Noch werden die Algorithmen von Menschenhand geschaffen und validiert, dank Deep Learning können sich Systeme jedoch zunehmend Wissen selbst aneignen und Verhalten und Mimik von Menschen immer besser interpretieren. Zwar umfasst maschinell erstellter Content bislang meist nur einfach aufgebaute Texte ohne kreative oder empathische Komponenten, jedoch arbeiten immer mehr Unternehmen an Software, die Tonalität, Sprachstil und Perspektive nach Wunsch des Anwenders übernimmt. So entstehen unique und genau auf den User zugeschnittene Texte und Inhalte – innerhalb von Sekunden. Auch wenn KI die Kreativität und Empathie von Content Marketing Managern 2018 nicht ersetzen wird, so gilt es schon jetzt zu ermitteln, an welchen Stellen KI bei der Content-Erstellung zur Entlastung genutzt werden kann.

Author bio:

Bevor Eva Content und Online PR Managerin bei Peak Ace wurde, hat sie auf Unternehmensseite als Marketing Allrounder gearbeitet und so Einblicke in die vielseitige Welt des Marketings bekommen.

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